Undenkbar wäre das so genannte Wirtschaftswunder im Nachkriegsdeutschland ohne die Vielzahl an drei- und vierrädrigen motorisierten Fahrzeugen, die Menschen und Waren mobil machten. Um den Erhalt dieser Fahrzeuge aus Bremer Produktion, die Marken „Borgward“, „Goliath“, „Lloyd“, kümmert sich der Förderverein „WirtschaftsWunderWagenWelt Bremen e. V.“

1948 – das neue Geld ist da!

Wer redet da noch von den merkwürdigen Geschehnissen, die drei Jahre zuvor in der totalen humanitären Katastrophe endeten? War da was? Egal - lasst uns bloß zufrieden mit all dem alten Kram. Wir haben jetzt wieder richtiges Geld, von dem man etwas kaufen kann. Tatsächlich: In den Geschäften haben sich quasi über Nacht die Regale gefüllt. Jeder kann es sehen: Jetzt geht's bergauf!

Und das motiviert. Man packt an, schuftet, schafft – schließlich ist man Deutscher (die weibliche Form spielte damals noch keine Rolle). Schon rund zwei Jahre nach der „Währung“ wird das Wunder für alle sichtbar: das Wirtschaftswunder. Der ehemalige Sieger und nun große Bruder jenseits des Atlantik pumpte Geld in das darniederliegende Deutschland, damit einerseits die wiedererwachende deutsche Wirtschaft von diesem Geld in Amerika prächtig einkaufen konnte (wie praktisch) und andererseits der Kommunismus sich auf absolut gar keinen Fall über die „SBZ“ (sowjetisch besetzte Zone – die Verwendung des Namens der frisch gegründeten „Deutschen Demokratischen Republik“ war im Westen ein No-Go) hinaus nach Westen ausbreiten konnte.

Wirtschaftswunder also

Das heißt: Arbeiter arbeiten, Angestellte haben Anstellungen gefunden und „Wirtschaftskapitäne“ lenken. Man schaut nach vorn (bloß nicht zurück!) und freut sich über den Inhalt der Lohntüte. Es bewegt sich viel. Mobilität ist auch schon vor 70 Jahren der Schlüssel zum Erfolg. Waren müssen transportiert werden. Menschen müssen transportiert werden (oder sich selbst transportieren), jeden Tag zur Arbeit und wieder zurück. Vielleicht ist auch schon mal eine kleine Urlaubsreise in den Harz oder den Schwarzwald drin. Und nicht zu vergessen: Die Art des benutzten Mobils sagt enorm viel darüber aus, wie weit man im Wirtschaftswunder angekommen ist, ob man's gar geschafft hat. Das Auto als Statussymbol.

Der gemeinnützige Förderverein „Wirtschaftswunderwagenwelt Bremen e. V.“ fokussiert sich auf Fahrzeuge, die in Bremen und Umgebung zur Zeit des Wirtschaftswunders gebaut wurden: Pkw, Lkw, Kleinlastwagen – insbesondere auf die Fahrzeuge des aus Altona stammenden Bremer Automobilfabrikanten Carl F. W. Borgward: die Marken „Borgward“, „Goliath“, „Lloyd“ sowie die Marke „Hansa-Lloyd“ als Vertreterin der Vorkriegswurzeln bremischen Automobilbaus.

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Der Schuppen Eins in der Bremer Überseestadt unterstützt uns

In dem ehemaligen, unter Denkmalschutz stehenden Stückgutumschlagschuppen in der Bremer Überseestadt ist mit dem Schuppen Eins ein einmaliger Ort für Automobilkultur, für Mobilität, zum Wohnen und zum Arbeiten entstanden. Der Schuppen Eins unterstützt unseren Förderverein ideell, innerhalb seiner Räumlichkeiten konnte die WirtschaftsWunderWagenWelt Bremen eine erste Ausstellungsfläche einrichten.